Sonntag, 25. September 2011

Der Sonntag der Kocherfolge.

Wie angekündigt befinde ich mich derzeit in einer recht inaktiven Phase. Nichtsdestotrotz - oder vielleicht gerade deswegen - gibt es etwas bemerkenswertes, etwas bedeutendes, ja, etwas nahezu großartiges zu berichten!

Ich habe meine Küche benutzt und etwas essbares erzeugt! Ich kann es selbst kaum fassen!

Für all jene, die nun voller Irritation ihren Bildschirm ansehen, in der Hoffnung, die kleinen Buchstaben würden sich wie von selbst zu einem sinn-ergebenden Satz zusammenfügen: Wenn ich etwas nicht kann, dann ist es kochen. Ich kann vieles nicht, aber von diesen vielen Dingen ist Kochen das, was an der letzten Stelle auf einer nach Können sortierten Liste steht. Und das, obwohl Chemie derzeit dazu tendiert, eines meiner besten Schulfächer zu werden (Ich bin der Meinung, dass Kochen und Chemie eigentlich nicht viel miteinander zu tun haben - andere sind da gegenteiliger Auffassung.)

Nun, ich beginne von vorn. Eigentlich habe ich schon länger geplant, das mal auszuprobieren, aber heute morgen war es so weit: Ich habe mich an Rührei probiert. Selbst ein so fast lächerlich leichtes Rezept kann bei mir schon mal die eine oder andere halbe Stunde in Anspruch nehmen. Fragen wie "Wie viele Eier brauche ich überhaupt?" und "Ist eine Pfanne dafür eigentlich obligatorisch?" beschäftigten mich in den ersten Minuten, ehe ich dann (ja - mit einer Pfanne)  den Eiern zu Leibe rückte.
Das ganze resultierte in einem doch ganz ansehnlichen Ergebnis - mal abgesehen von dem halben Ei, welches nicht in sondern neben der Pfanne landete. Aber wie sagte meine Mutter immer? "Wenn man beim Kochen nicht kleckert, dann macht man was falsch!"

Also, meinen wirklich ersten Kocherfolg habe ich heute morgen verbucht. Ein beinahe schon geschichtlich wichtiges Ereignis. Aber eben auch nur beinahe. 

Ein weiteren (und letzten - ich will ja nicht zu viel schreiben) Kocherfolg hatte ich dann an diesem Abend. Einmal mehr habe ich mich an das Rezept meiner Mutter getraut. Reis mit Zucchini-Sahnesoße. Bei meinem letzten Versuch war das Scheitern schon beim Einkauf vorher bestimmt: Statt normaler Sahne kaufte ich saure Sahne. Durchaus wenig produktiv, wie ich dann später in meiner Küche feststellen musste.
Reis mit Zucchini-Sahnesoße
Doch heute hat es tatsächlich funktioniert. Ich habe den Reis aufgesetzt, habe nach zehn Minuten begonnen, die bereits in Scheiben geschnittene Zucchini in eine Pfanne mit Öl zu geben und diese von beiden Seiten leicht goldbraun zu braten. Ich habe gesalzen, gepfeffert, ja sogar ein Paprika-Gewürz habe ich verwendet, um ganz zum Schluss die Sahne hinzu zu geben.
Heraus kam ein (für meine Maßstäbe) perfektes Ergebnis. Ein essbares Mahl und das auch noch innerhalb einer guten halben Stunde, pünktlich zum Abendessen. Auf der Abbildung rechts ist das vollendete Werk noch einmal zu bewundern.

Was für ein Sonntag! 

Im Übrigen: Das Lamm ist in Entstehung. Die Hälfte ist bereits gemeistert.

3 Kommentare:

  1. Gratulation! Aber kochen ist gar nicht soo schwer, man muss sich nur trauen. Irgendwann schmeckt es auf jeden Fall deutlich besser als ständig nur Fertigfraß oder trocken Brot ;)
    Aber tu mir nen Gefallen und hau das Lamm nicht in die Pfanne... xD

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  2. Wohl wahr - ich spüre geradezu, wie meine Kochfähigkeiten sich mit jedem Mal verbessern (:
    Das hatte ich nicht vor XD ich fürchte, das könnte pappig werden... ;D

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  3. Haha, Witz des Tages, Celi :D
    Ich wollte auch meine Senf (ach wie schön das zum Kochen passt) dazugeben: Ich sage nur "Übung macht den Meister" :) Und irgendwann klappt es dann auch ohne Rezept, wie ich immer wieder mit Erstaunen feststelle ^^

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