Mittwoch, 28. September 2011

Auf viel folgt wenig.

Mit dem heutigen Tag kann ich wieder eine gewisse Aktivität einläuten, denn: Meine Klausurenphase hat vorerst ein Ende gefunden.

Es steht einiges an: Eine Buch- und Filmempfehlung werde ich hier kurz niederschreiben – wenn sich nun einige fragen, warum ich keine Rezension schreibe: Mir fehlt dafür das nötige Handwerkszeug. Es ist also vielmehr eben eine Empfehlung. Zudem ist eine erste Veröffentlichung meines bereits angefangenen Schafes (bzw. Lammes) zu erwarten.

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Nun gut. Eine liebe Freundin hat mir einen Haufen Bücher ausgeliehen, von dem ich allerdings erst eines gelesen habe – aufgrund von hohen schulischen Aktivitäten sind es leider nicht mehr geworden.

Schweinsgalopp lautet der Titel des Buches von Terry Pratchett. Der Roman entstammt aus der Reihe seiner Scheibenweltromane. Dazu zu sagen ist, dass der Name des guten Mannes genau genommen für die Fantasie an sich steht. Er ist ein großartiger Autor, der es versteht, Klischees in ironisch-bizarr und mit wenigen Worten doch sehr bildhaft in seinen (oder zumindest diesen einen) Romanen zu thematisieren.  Wer Walter Moers bereits kennt und liebt, wird Pratchetts Bücher ebenso schätzen lernen und ist wohl auch nicht minder für all jene interessant, die die surrealen Welten kurioser Romane des Fantasy-, bzw. Science-Fiction-Genres faszinieren. Ein weiterer Vorteil vor allem an den Scheibenweltromanen: Die Reihe baut nicht auf einander auf. In jedem Buch lässt sich eine Zusammenfassung jener Scheibenwelt finden, wodurch niemand gezwungen ist, auch noch die restlichen Bücher dieser nennenswerten Reihe käuflich zu erwerben. Und durch auffällig viele (und durchaus gerne mal eine halbe Seite einnehmenden) Fußnoten wird der nichtwissende Leser auch über die eine oder andere manchmal recht befremdliche Sache zu genüge aufgeklärt.

Wer an dem Inhalt interessiert ist, sollte ihn sich hier bei wikipedia einmal durchlesen. Ich bin eine schreckliche Inhaltzusammenfasserin, weshalb ich hier nur selten ausschweifende Schwafeltexte diesbezüglich veröffentlichen werde. Fühlt euch also verschont.

Im Übrigen: Es gibt einen Film dazu, der ebenfalls sehr sehenswert ist!

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Und nun zu einem Film, für den sich möglicherweise nicht sehr viele begeistern können: Burlesque, welcher 2010 in unseren Kinos erschien.

Ich bin kein wirklich großer Fan von Filmen, in denen gesungen und getanzt wird und neuerdings lässt auch mein Interesse für Handlungen nach, die sich ausgiebig mit dem Thema Liebe beschäftigen – also ist Burlesque einer der Filme, für die ich freiwillig eigentlich kein Geld ausgeben würde.

Das habe ich auch nicht. Meine liebste Mutter hat ihn mir – heruntergeladen, ob rechtens oder nicht – auf einer Festplatte vermacht und weil ich eine Freundin der Tiefenentspannung und somit sinnloser Filmchen und Serien bin, habe ich ihn mir dann doch mal angesehen.

Achtung: Spoiler – Alle, die den Film noch sehen wollen, sollten sich die Inhaltsbeschreibung nicht durchlesen. Ich hab das Ende markiert.

Zu dem Film an sich gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Es geht um Ali, die ihre alte Heimat, eine Kleinstadt, verlässt und nach Los Angeles zieht, um dort ein lebenswerteres Leben zu beginnen. Nach erfolgloser Jobsuche findet sie in dem Theater/Club „Burlesque“ zunächst eine Anstellung als Kellnerin durch den Barkeeper Jack, vielmehr jedoch ist es ihr Ziel, auf die Bühne zu kommen. Immer wieder sucht sie Tess, die Inhaberin auf, bis sie diese schließlich von sich überzeugen kann. Ihr wahres (Gesangs-)Potential kommt erst zum Ausdruck, als eine ihrer Konkurrentinnen ihren Auftritt sabotiert und Ali mittels Gesang das Publikum zum Bleiben überzeugen kann. Von da an ist sie der Star im Burlesque. Eben jenes ist kurz davor, durch zu wenige Einnahmen zum Schließen gezwungen zu werden, was sich jedoch gegen Ende nicht bewahrheitet – durch Alis Einsatz wird der Laden letztendlich doch noch gerettet.
Während Alis Aufstieg im Burlesque, findet diese Unterkunft bei Jack, den sie anfänglich für schwul hält, nachdem sie in ihrer eigentlichen Behausung ausgeraubt wurde. Recht schnell stellt sich heraus, dass der Barkeeper und Musiker eine Verlobte hat, die jedoch aufgrund ihrer Arbeit in New York verweilt. Nach einigem hin und her kommen sich die beiden näher, bis sich schließlich Jack vermeintlich von seiner Verlobten trennt und die Nächte danach mit Ali verbringt. Eines Tages kehrt seine Ex-Verlobte aus New York zurück, findet die beiden zusammen in einem Bett schlafend vor, woraufhin Ali Jack nicht mehr glaubt, dass er seine Verlobung aufgegeben hat. Am Ende des Filmes finden die beiden dann doch wieder zueinander.

An sich ist der Film recht vorhersehbar. Klar, dass sie mit Jack zusammen kommt. Klar, dass es einen Skandal um seine Verlobung gibt. Klar, dass Ali der neue Star des Theaters wird. Klar, dass sie schließlich den Laden rettet. Eigentlich recht flach, ziemlich kitschig-süß, und absolut nichts für den anspruchsvollen Filmegucker. Mit dem klassischen, ursprünglichen Burlesque hat dieser Film jedoch nur wenig gemein.
Fraglich ist, ob der Gesang der Hauptdarstellerin – Christina Aguilera in der Rolle von Ali - ebenso wie der Schauspieler Cam Gigandet in der Rolle von Jack, der durch die Rolle des „bösen Vampirs“ im Filmverkaufsschlager „Bis(s) zum Morgengrauen“  berühmt geworden ist, die fehlende Tiefe wieder relativiert.

Ende.
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Auf viel folgt wenig – das Bild links dieses Textes zeigt erste Verbildlichungen des versprochenen Schafes. Ich habe damit bereits erstaunlich früh begonnen. Meine Vorlage liefert dieses Bild einer Fotografin aus den USA. Ich weiß nicht, ob es ganz Rechtens ist, eben dieses abzuzeichnen – immerhin gibt es eben dafür strengere Auflagen bezüglich der Veröffentlichung, als man immer denkt. Gefragt habe ich bisher noch nicht – was ich aber bald ändern sollte. Spätestens dann, wenn ich die Zeichnung auf deviantArt veröffentlichen möchte.
Wie man sieht: Es ist lange noch nicht fertig. Die Qualität ist (trotz scannen) leider miserabel und ich bin gespannt, wie es aussieht, wenn es fertig ist. Entschuldigt den schwarzen Strich an der linken Seite. Der existiert so eigentlich nicht auf dem Original.

Sonntag, 25. September 2011

Der Sonntag der Kocherfolge.

Wie angekündigt befinde ich mich derzeit in einer recht inaktiven Phase. Nichtsdestotrotz - oder vielleicht gerade deswegen - gibt es etwas bemerkenswertes, etwas bedeutendes, ja, etwas nahezu großartiges zu berichten!

Ich habe meine Küche benutzt und etwas essbares erzeugt! Ich kann es selbst kaum fassen!

Für all jene, die nun voller Irritation ihren Bildschirm ansehen, in der Hoffnung, die kleinen Buchstaben würden sich wie von selbst zu einem sinn-ergebenden Satz zusammenfügen: Wenn ich etwas nicht kann, dann ist es kochen. Ich kann vieles nicht, aber von diesen vielen Dingen ist Kochen das, was an der letzten Stelle auf einer nach Können sortierten Liste steht. Und das, obwohl Chemie derzeit dazu tendiert, eines meiner besten Schulfächer zu werden (Ich bin der Meinung, dass Kochen und Chemie eigentlich nicht viel miteinander zu tun haben - andere sind da gegenteiliger Auffassung.)

Nun, ich beginne von vorn. Eigentlich habe ich schon länger geplant, das mal auszuprobieren, aber heute morgen war es so weit: Ich habe mich an Rührei probiert. Selbst ein so fast lächerlich leichtes Rezept kann bei mir schon mal die eine oder andere halbe Stunde in Anspruch nehmen. Fragen wie "Wie viele Eier brauche ich überhaupt?" und "Ist eine Pfanne dafür eigentlich obligatorisch?" beschäftigten mich in den ersten Minuten, ehe ich dann (ja - mit einer Pfanne)  den Eiern zu Leibe rückte.
Das ganze resultierte in einem doch ganz ansehnlichen Ergebnis - mal abgesehen von dem halben Ei, welches nicht in sondern neben der Pfanne landete. Aber wie sagte meine Mutter immer? "Wenn man beim Kochen nicht kleckert, dann macht man was falsch!"

Also, meinen wirklich ersten Kocherfolg habe ich heute morgen verbucht. Ein beinahe schon geschichtlich wichtiges Ereignis. Aber eben auch nur beinahe. 

Ein weiteren (und letzten - ich will ja nicht zu viel schreiben) Kocherfolg hatte ich dann an diesem Abend. Einmal mehr habe ich mich an das Rezept meiner Mutter getraut. Reis mit Zucchini-Sahnesoße. Bei meinem letzten Versuch war das Scheitern schon beim Einkauf vorher bestimmt: Statt normaler Sahne kaufte ich saure Sahne. Durchaus wenig produktiv, wie ich dann später in meiner Küche feststellen musste.
Reis mit Zucchini-Sahnesoße
Doch heute hat es tatsächlich funktioniert. Ich habe den Reis aufgesetzt, habe nach zehn Minuten begonnen, die bereits in Scheiben geschnittene Zucchini in eine Pfanne mit Öl zu geben und diese von beiden Seiten leicht goldbraun zu braten. Ich habe gesalzen, gepfeffert, ja sogar ein Paprika-Gewürz habe ich verwendet, um ganz zum Schluss die Sahne hinzu zu geben.
Heraus kam ein (für meine Maßstäbe) perfektes Ergebnis. Ein essbares Mahl und das auch noch innerhalb einer guten halben Stunde, pünktlich zum Abendessen. Auf der Abbildung rechts ist das vollendete Werk noch einmal zu bewundern.

Was für ein Sonntag! 

Im Übrigen: Das Lamm ist in Entstehung. Die Hälfte ist bereits gemeistert.

Sonntag, 18. September 2011

Von meiner Inaktivität und kleinen Schäfchen.

Es gibt derzeit bedauerlicherweise nicht viel von meiner Seite aus zu berichten. Ich befinde mich in einer zeitlosen Klausurphase, die ihr Ende voraussichtlich erst in ungefähr zwei Wochen haben wird. Das bedeutet nichts anderes, als das ich zwischen Verzweiflung und Optimismus, zwischen Stimmungstiefs und Euphorie, zwischen mathematischen Gleichungssystemen und analytischen Textstrukturen noch einigermaßen versuche, auch mein restliches, nicht von der Schule beherrschtes Leben in den Bahnen zu halten. Klappt ganz gut, muss ich sagen.
Also, da mir die Zeit fehlt, Bücher zu lesen, Filme zu gucken oder Zeichnungen anzufertigen, wird es in den nächsten Tagen keine weiteren Beiträge geben.

Aber um nicht alle potentiellen Leser zu verlieren und um eine scheinheilige Aktivität vorzutäuschen: Ich habe einen Bekannten um Rat gefragt, was ich denn kreatiefes zeichnen könnte. In seiner unendlichen Inspiration und seiner intellektuellen Geistesgegenwart lautete seine Antwort:

„hm… ein schaf“

Zu erwarten ist demnach, dass meine Inaktivität damit enden wird, dass ich das Bildnis eines Schäfchens veröffentliche. Lämmer sind immerhin auch Schafe. Wenngleich kleiner. Und niedlicher.